Wenn die Duschkabine stört: Alternativen für kleine Bäder

Aus test

Zum Abschluss sollten Sie die Pflegeeigenschaften nicht unterschätzen. Während sich lackierte Leisten problemlos mit einem feuchten Tuch abwischen lassen, benötigen Öloberflächen regelmäßig eine Nachbehandlung mit Pflegeöl. Unbehandelte Hölzer saugen Staub und Fett an und dunkeln ungleichmäßig nach. Wenn Sie also wenig Zeit für die Unterhaltsreinigung haben, wählen Sie eine versiegelte Oberfläche. Bedenken Sie auch, dass eine Leiste mit Kabelkanal praktisch ist, wenn Sie nachträglich Leitungen verlegen möchten. Achten Sie darauf, dass der Kanal ausreichend dimensioniert ist und die Abdeckung bündig abschließt, damit kein Staub hineingelangt.

Die Entscheidung zwischen Glas, Faltwand und Vorhang hängt letztlich von Ihren Prioritäten ab: Glas braucht wenig Pflege, aber präzise Montage. Faltwände sind flexibel, aber wartungsintensiv. Vorhänge sind unkompliziert, aber nur bei richtiger Länge dicht. Wer Handwerksgeschick mitbringt, kann Glaswände und Faltwände selbst montieren – ein Helfer ist jedoch wegen des Gewichts von Glas unabdingbar. Bei Vorhängen ist die Montage in einer halben Stunde erledigt. Achten Sie bei allen drei Varianten auf eine gute Belüftung und wischen Sie nach dem Duschen die Oberflächen trocken. Damit vermeiden Sie die häufigsten Probleme: Schimmel, Kalkablagerungen und undichte Übergänge. Wer diese Details beachtet, bekommt eine Duschlösung, die funktional bleibt und nicht ständig korrigiert werden muss.

Beginnen Sie mit dem Ausmessen. Messen Sie die Raumhöhe vom Boden bis zur Decke und entscheiden Sie, ob der Vorhang bis zum Boden reichen soll. Ein Abstand von 1 bis 2 Zentimetern über dem Boden verhindert, dass der Stoff schlurft. Wenn Sie die Schiene an der Decke montieren, misst die Länge des Vorhangs von der Schienenoberkante bis zum Boden minus dem genannten Abstand. Vergessen Sie nicht, die Höhe der Schiene selbst einzurechnen – je nach System kommen 5 bis 10 Zentimeter hinzu. Ein gängiger Anfängerfehler ist, die Maße ohne die Schiene zu nehmen und dann einen zu langen Stoff zu bestellen.

Bei Flecken, insbesondere von Kugelschreiber, Marker oder Nikotin, reicht das Überstreichen meist nicht aus. Die Farbpigmente ziehen durch die Farbschicht und werden beim Streichen wieder aktiviert. Hier ist eine isolierende Grundierung notwendig, die als Sperrschicht wirkt. Tragen Sie diese nur auf den Fleck auf und lassen Sie sie gründlich trocknen. Dasselbe gilt für Rostflecken von Nägeln oder Schrauben. Ein weiteres Problem sind Wasserflecken, die oft mit einer gelblichen Verfärbung einhergehen. Auch hier hilft die Grundierung, bevor Sie die gesamte Fläche neu streichen. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, wetteifern Sie mit der Zeit gegen die Flecken an – und verlieren meistens.

Bei der Befestigung der Schiene kommt es auf die Untergrundbeschaffenheit an. In Beton oder Mauerwerk brauchen Sie Dübel und Schrauben der passenden Größe. Bei einer Gipskartondecke ist die Belastungsgrenze viel niedriger – hier sollten Sie spezielle Dübel für Hohlräume verwenden oder eine Montageplatte, um das Gewicht der Schiene samt Stoff zu verteilen. Ein häufiger Fehler ist das direkte Anschrauben in Gips ohne Dübel – die Schiene reißt nach wenigen Wochen aus. Prüfen Sie vorher mit einem Stud Finder oder durch Klopfen, ob die Stelle tragfähig ist. Achten Sie auch auf die Länge der Schiene: Ist sie länger als 2 Meter, montieren Sie mindestens drei Halterungen, um ein Durchhängen in der Mitte zu verhindern.

Die Montage selbst ist einfacher als viele denken, wenn Sie das richtige Werkzeug bereitlegen. Eine Kappsäge erleichtert präzise Gehrungsschnitte in den Ecken. Für Innen- und Außenecken sollten Sie immer zwei Leistenstücke auf Gehrung schneiden und vor dem endgültigen Befestigen trocken anlegen. Ein häufiger Fehler ist, die Leisten nach dem Sägen sofort zu kleben, ohne die Raumtemperatur zu berücksichtigen. Materialien wie MDF oder Massivholz sollten mindestens 24 Stunden im Raum akklimatisiert sein, bevor Sie sie verarbeiten. Andernfalls arbeiten sie nach und die Fugen öffnen sich. Bei der Befestigung mit Kleber empfiehlt es sich, den Kleber raupenförmig aufzutragen und die Leiste für einige Minuten anzudrücken – verwenden Sie hierfür am besten ein Holzstück als Abstandshalter, um die Leiste nicht zu beschädigen.

Wer Vorhänge bis zur Decke montiert, holt optisch sofort mehr Höhe in den Raum. Doch bevor Sie die Schiene anschrauben, müssen Sie einige Punkte klären: die genaue Höhe der Decke, die Art der Schiene und die Stoffmenge. Ein typischer Fehler ist, die Gardine zu knapp zu bemessen oder die Halterung zu tief zu setzen. Dabei führt beides dazu, dass der Raum kleiner wirkt und der Vorhang nicht elegant fällt. Planen Sie deshalb zuerst die Montagehöhe: Die Schiene sollte idealerweise direkt unter der Decke oder an der Decke selbst montiert werden – so entsteht eine durchgehende Linie, die den Raum streckt.